Deutsch-Italienische Kulturgesellschaft e.V. Hannover

Monatsübersicht | Archivio del mese Dezember, 2018

Fr, 14.12.2018, 19.30 Uhr WEIHNACHTSKONZERT mit dem Duo ASTERIA

In Archiv | Archivio, Konzerte | Concerti zu 7. Dezember 2018 um 18:22

Corinna Hentschel (Geige)  und Giulio Poggia (Flügel) spielen Werke von Ludwig van Beethoven, Ottorino Respighi, Gian Francesco Malipiero, Alfred Schnittke und Igor Strawinsky

Ort: Museum August Kestner, Trammplatz 3, 30159 Hannover

Entritt frei

Programm

 

Nach dem Konzert ein kleiner Imbiss mit Panettone und Spumante

 

Mo, 10.12.2018, 20.30 Uhr – Come un Gatto in Tangenziale – Wie eine Katze auf der Autobahn – ital. OmU

In Archiv | Archivio, Filme | Cinema zu 4. Dezember 2018 um 19:32


R: Riccardo Milani;
mit: Paola Cortellesi (Monica), Antonio Albanese (Giovanni), Sonia Bergamasco (Luce), Luca Angeletti (Giulio), Alice Maselli (Agnese)
Italien 2017        Länge: 98 Min

Kino am Raschplatz, Raschplatz 5, 30161 Hannover

In Kooperation mit der Deutsch-Italienischen Kulturgesellschaft e.V. Hannover

Mehr Info auf:   https://www.kinoamraschplatz.de/de/filme/filmdetails.php?fid=2896

DIK-Mitglieder erhalten an der Kasse eine Ermäßigung von 0.50 Euro

Do, 6.12.2018, 19:00 Uhr – Gubbio einmal anders. Die Iguvinischen Tafeln und das Aussterben der Dinosaurier

In Archiv | Archivio, Vorträge | Conferenze zu 4. Dezember 2018 um 19:18
Lichtbildervortrag – Alexander Mlasowsky
Ort: Theatermuseum, Veranstaltungssaal Prinzenstraße 9, 30159 Hannover.
Der Italienreisende kommt um die kleine Stadt Gubbio nicht herum. Die verwinkelten Gassen, die Piazza Grande und der Palazzo dei Consoli stellen pittoreske Zeugnisse des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit dar. Damit reiht sich Gubbio als ein weiteres Juwel in die schönen umbrischen Städtchen ein. Doch verfügt Gubbio über zwei Besonderheiten, die fast nicht unterschiedlicher sein können und dem Ort in wissenschaftlicher Hinsicht eine Bedeutung von Weltruf verleihen. Der Vortrag will sich vorrangig mit einem Schatz sprachwissenschaftlicher Art und einem weiteren aus dem Bereich der historischen Geologie befassen. Die archäologische Sammlung im Priorenpalast beherbergt sieben einzigartige Bronzetafeln mit Inschriften aus dem 3.-1.Jh.v.Chr., die nicht nur im umbrischen und lateinischen Schriftbild verfasst wurden, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum weitgehend unbekannten umbrischen Dialekt und zur frühen lateinischen Sprache darstellen. Die niedergeschriebenen Anrufungsformeln für Götter stammen von ortsansässigen Priestern und bieten zudem einen interessanten Einblick, wie sich im Gebet und Kult die Interaktion zwischen Göttern und Menschen vorgestellt wurde.
Außerhalb von Gubbio ist entlang einer gebirgigen Straße eine offene Flanke mit in der Farbe deutlich unterschiedlichen Schichtenfolgen zu beobachten. Geologen und Paläontologen aus aller Welt kommen dorthin, um die Schichten zu untersuchen. Sie bilden das Zeugnis eines der furchtbarsten Katastrophen, die die Erde jemals getroffen hat. Vor etwa 66,5 Millionen Jahren schlug an der Nordküste von Yucatan (Mexiko) ein im Durchmesser ca. 10 bis 15 Kilometer großer Meteorit ein und leitete eine der größten Massenaussterbewellen der Erdgeschichte ein, deren prominenteste Opfer die Dinosaurier sind. Die rund um die Erde rasende Hitzewelle, der unbeschreiblich hohe Tsunami und die gewaltigen Auswurfmasssen verwüsteten die gesamte Erde. Die in die Atmosphäre geblasenen Reste des Meteoriten und des Gesteins aus dem Krater sowie fossile Zeugnisse des gewaltsamen Todes sind oberhalb der lieblichen Ortschaft Gubbio auf eindrückliche Weiß nachweisbar.
So liegen ungewollt in Gubbio die Belege einer gewaltigen Zerstörung dicht neben den beschwörenden, in Bronze gegossenen Gebeten der antiken Priester, die Gotter mögen bitte Katastrophen dieser und anderer Art verhindern, beieinander.
Gubbio: Palazzo dei Consoli (Quelle: Wikimedia)