Deutsch-Italienische Kulturgesellschaft e.V. Hannover

sli2018-Abstracts-DE

XVIII Settimana della Lingua Italiana nel Mondo

Die italienische Sprache und das Netz, Netzwerke für die italienische Sprache

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Montag 15 Oktober (Generalkonsulat – Freundallee 27, 30173 Hannover)

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Prof. Fabiana Fusco – Dipartimento di Lingue e Letterature, Comunicazione, Formazione e Società – Universität Udine, Italy

Titel: Una riflessione sui dizionari in rete per educare a un uso non sessista della lingua italiana

(mit deutscher Übersetzung: Eine Reflexion über Wörterbücher online, um eine nicht-sexistische Verwendung der italienischen Sprache zu unterstützen)

Wenn man über eine Frau spricht oder schreibt, lauern zahlreiche Fallstricke. Die bisher durchgeführten detaillierten Analysen zu verschiedenen Textarten (Presse, Belletristik, Dialoge etc.) oder zu Phrasen und Sprichwörtern und sogar zu Vokabularen haben gezeigt, dass sich der „verzerrte“ Blick trotz der beachtlichen Zielerreichung widersetzt und verbreitet. Die weiblichen Bilder, wie wir in dieser Präsentation sehen werden, sind oft eindimensional: Porträts, die mit von anderen gewählten Wörtern gezeichnet und so modelliert wurden, wie wir die Protagonisten der erzählten Ereignisse modellieren möchten. In der Wechselbeziehung zwischen Sprache und Geschlecht ist die terminologische Dimension wegen der Dichte der kulturellen Sedimentation, mit der sie belastet ist, sehr interessant. In dieser Perspektive ist die Beziehung zwischen dem Stereotyp auf der einen Seite und der sexuellen Sphäre und Weiblichkeit auf der anderen Seite bemerkenswert. Unser Ziel ist es, dieses Phänomen anzugehen, indem wir zunächst einige Überlegungen zum Stereotyp in Bezug auf Frauen anstellen und dann beobachten, wie sich bestimmte Stereotypen bei der Repräsentation von Frauen verhalten. Ausgangspunkt ist, wie üblich, der aktuelle Sprachgebrauch und seine möglichen lexikographischen Effekte. Vergessen Sie nicht, dass Wörterbücher, auch online, mit dem Ziel, den Gebrauch der geschriebenen und gesprochenen Sprache zu beschreiben, zunehmend als Werkzeuge des Wissens und nicht nur der Sprache eingerichtet werden. Die Stereotypen des weiblichen Bildes, die sich aus der Lektüre der Definitionen und der beispielhaften Zitate ergeben, lassen sich nicht nur anhand der Quantität und Qualität der Einkommen dokumentieren, sondern auch anhand der Art und Weise, in der sich jede einzelne Texteinheit, die um das Verhältnis von Stichwort, Definition und Beispiel herum aufgebaut ist, präsentiert, sowie anhand der Informationen, die sie liefert und aus denen sie vermutet oder ableitet.

Der informativ-erzieherische Zweck des Vokabulars ist bekannt. Wie können wir also diese prägende Absicht mit lexikalischen Optionen und illustrativen Apparaten in Einklang bringen, die eine Realität beschreiben, in der die weibliche Rolle noch marginal ist und von ausgedienten Stereotypen belastet wird? Es ist weder eine einfache noch eine triviale Aufgabe, eine erschöpfende Antwort zu geben, aber wir halten es für wichtig, eine Reflexion im Hinblick auf eine bessere Kontrolle des sprachlichen Ausdrucks einzuleiten, da wir von der entscheidenden Rolle des lexikografischen Repertoires beim Erlernen der Gebrauchssprache überzeugt sind.